Steuerwiderhandlung

Gesetzliche Grundlage

Die gesetzliche Grundlage für die Steuerwiderhandlung befindet sich auf Bundesebene im Gesetz über die direkte Bundessteuer (DBG) in Art 174:

Voraussetzungen

  • Verletzung von Verfahrenspflichten eines Privaten oder einer Gesellschaft:
    • Nichteinreichung der Steuererklärung oder der Beilagen zur Steuererklärung
    • Nichterfüllung von Bescheinigungs-, Auskunfts- oder Meldepflichten
    • Verletzung von Pflichten als Erben oder Dritter im Inventarverfahren
  • Vorsätzliches oder fahrlässiges Handeln oder Unterlassen
  • Nichteintritt der Verjährung (2 Jahre)
  • Zumutbarkeit der Erfüllung der Verfahrenspflichten
  • Vorgängige Mahnung  durch Steuerbehörde mit Fristansetzung mit Ordnungsbussenandrohung

Merke:

  • Die Verletzung der Verfahrenspflichten kann dazu führen, dass die Steuerbehörde nach pflichtgemässem Ermessen eine Veranlagung verfügt, d.h. einen fiktiven Einkommens-/Gewinnbetrag resp. Vermögens-/Kapitalhöhe annimmt, welche besteuert werden muss.
  • » Ermessensveranlagung

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