Abgrenzung zur Urkundenfälschung
Strafbarkeit der Urkundenfälschung nach dem gemeinen Strafrecht gemäss Art. 251 StGB im Verhältnis zur Strafbarkeit des Steuerbetruges nach dem Eidg. Steuerrecht gemäss Art. 186 DBG:
| Steuerbetrug (Art. 186 DBG) | Urkundenfälschung (Art. 251 StGB) | |
| Getäuschter: | Nur Staat | Staat oder Privater |
| Vermögensvorteil: | Nur Steuereinsparung | Jeder Vermögensvorteil |
| Ziel des Steuerpflichtigen: | Steuereinsparung | Auch Nicht-Fiskalische |
Wenn Benutzung (oder Beabsichtigung oder Inkaufnahme) gefälschter, verfälschter oder inhaltlich unwahrer Urkunden sowohl für fiskalische als auch für nicht-fiskalische Zwecke: Strafbar wegen Steuerbetrug und Urkundenfälschung!
Merke:
Bei Verbuchung von Privataufwand in Erfolgsrechnung einer AG Strafbarkeit wegen Steuerbetrug und Urkundenfälschung, da unwahre Handelsbilanz nicht nur Steuerbehörden, sondern auch Dritte über finanzielle Situation der Gesellschaft getäuscht werden und somit auch regelmässig nicht-fiskalischen Zwecken dient. (BGE 112 IV 25)







